JURY

Von rechts nach links: Sean Anderson, Knut Stockhusen, Horst R. Muth, Peter Cachola Schmal, Jette Cathrin Hopp, Kai-Uwe Bergmann, Dr. Ina Hartwig, Prof. Ulrike Lauber, Thomas Schmengler

Sean Anderson,

ist Kurator in der Abteilung Architektur und Design am Museum of Modern Art. Er ist ein Fellow der American Academy in Rom und der Scuola Normale Superiore di Pisa und hat seinen Bachelorabschluss in Architekturdesign und Geschichte an der Cornell University, einen Master in Architektur in Princeton und seinen Doktortitel in Kunstgeschichte an der University of California, Los Angeles erworben. Er hat als Architekt praktiziert und in Afghanistan, Australien, Indien, Italien, Marokko, Sri Lanka und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterrichtet. Am MoMA hat er die Ausstellungen „Insecurities: Tracing Displacement and Shelter“ (2016-17) und „Thinking Machines: Art and Design in the Computer Age“, 1959-89 (2017-18) organisiert, und leitet des Weiteren die Ausstellungsreihe Young Architects Program (YAP).

Kai-Uwe Bergmann,

ist Partner bei BIG (Bjarke Ingels Group)  und bringt sein Fachwissen bei  Aufträgen und Wettbewerben weltweit bei. Er arbeitet in Nordamerika, Europa, Asien und dem Mittleren Osten. Kai-Uwe Bergmann leitet die Geschäftsentwicklung bei BIG, wobei das Architekturbüro derzeit in 20 Ländern präsent ist. Außerdem führt er die Kommunikationsabteilung bei BIG. Er ist in den USA in acht Staaten als Architekt eingetragen und in Kanada in einer Provinz. Jüngst hat er am BIG U Resilienzplan mitgearbeitet, der vorsieht, zehn Meilen der Küste Manhattans zu schützen. Seiner aktuellen professionellen Arbeit gingen Lehraufträge an der University of Pennsylvania, University of Florida, IE University in Madrid und seiner Alma Mater an der University of Virginia voraus. Des Weiteren ist Kai-Uwe Bergmann Gremiumsmitglied des Van Alen Institute, Mitglied verschiedener internationalen Jurys und hält rund um die Welt Vorträge über die Arbeit von BIG.

Dr. Ina Hartwig,

geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (1997-2009) und Herausgeberin des „Kursbuch“ (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne und schrieb u.a. für die „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung „Das Geheimfach ist offen. Über Literatur“ (2012). Für den Film „Die Geträumten“ (Österreich 2016), verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Jette Cathrin Hopp,

wurde 1971 geboren und wuchs mehrsprachig mit Norwegisch, Deutsch und Dänisch auf. Die ausgebildete Architektin arbeitet seit 2005 für Snøhetta, derzeit als Direktorin und Teil der Managementgruppe, und ist für Akquise und neue Projekte verantwortlich. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit komplexen Projekten, sowohl in Norwegen als auch international und hat wichtige internationale Projektierungen und Ausschreibungen geleitet. Sie hält regelmäßig Vorträge bei Architektursymposien, Konferenzen und internationalen Institutionen, wobei sie die Firmenphilosophie und Designideen von Snøhetta kommuniziert. Sie ist Jurymitglied mehrerer Architekturwettbewerbe und Preise. Als Kritikerin wird Jette Cathrin Hopp regelmäßig zu Architekturuniversitäten weltweit eingeladen. Sie war Teamleiterin für das Projekt des Museum im King Abdul Aziz Center for Knowledge and Culture im saudi-arabischen Dharhan, für die Norwegische Staatsoper und das Staatsballett in Oslo, und als Projektleiterin für den Bau eines großangelegten Hotel- und Resortkomplexes in Hvar in Kroatien. Sie hat wichtige internationale Bauprojekte mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit betreut: die Astana Expo 2017 „Future Energy“ in Kasachstan; das Lingkong Soho Shanghai, China; den Elbtower in Hamburg; außerdem innovative umweltschonende Projekte in Norwegen wie das Powerhouse One in Trondheim und die Konzeptphase des Powerhouse Kjørbo in Sandvika, das weltweit erste sanierte Positiv-Energiehaus.

Ulrike Lauber,

geb. 1955 in Biedenkopf, Hessen, studierte an der TU Berlin Architektur. Nach ersten Anstellungen in Berlin zog sie 1985 nach New York und arbeitete 4 Jahre im Büro Richard Meier, in den letzten beiden Jahren als Associate Partner und Projektleiterin. 1990 gründete sie ihr eigenes Büro in München (lauber + wöhr architekten, jetzt lauber, zottmann, blank architekten). Nach Wettbewerbsgewinnen realisierte sie viele Projekte u.a. in München, Berlin und Frankfurt, zum Beispiel drei Gebäude am Potsdamer Platz in Berlin. Seit 1999 hat sie eine Professur für Entwerfen und Städtebau an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin inne. Sie ist vielfaches Mitglied in Preisgerichten und in Gestaltungsbeiräten, wie die Kommission für Stadtgestaltung in München.

Horst R. Muth,

leitet seit Oktober 2009 bei Deka Immobilien GmbH den Bereich Projektmanagement Immobilien und verantwortet alle technischen Großmaßnahmen (Projektentwicklungen, Revitalisierungen, Ausbauleistungen) sowie technische Beratungsleistungen, im nationalen und internationalen Immobilienportfolio. Der Diplom-Ingenieur ist Mitglied in der Royal Institition of Chartered Surveyors und war vor der Deka bei der Deutschen Bank AG und hat dort den Immobilienbestand der Bank in der Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) von der bautechnischen Seite gemanagt und optimiert. Davor arbeitete er ca. 13 Jahre als National Director bei Jones Lang LaSalle und führte technische Beratungsleistungen für institutionelle Investoren und Immobiliennutzer aus. Er hat langjährige Erfahrung im internationalen Immobilienmanagement und hat zahlreiche Bau- und Hochhausprojekte unterschiedlichster Größenordnung realisiert.

Peter Cachola Schmal,

geb. 1960 in Altötting, Architekt, Architekturkritiker und seit 2000 am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt als Kurator tätig. Seit 2006 ist er leitender Direktor des DAM und verantwortete ein umfangreiches Programm, das rund 12 Ausstellungen im Jahr sowie eine Vielzahl an Symposien, Konferenzen, Workshops, Vorträgen und Publikationen umfasst. Er nimmt Teil an zahlreichen Gremien und Wettbewerbs- sowie Preisjurys. Er hat diverse Architekturpreise im DAM eingeführt, vom „DAM Preis für Architektur in Deutschland“, dem „DAM Architectural Book Award“ bis hin zum Preis „Häuser des Jahres“ mit dem Callwey Verlag. 2007 war er Kommissar des deutschen Beitrags für die Architekturbiennale Sao Paulo. 2016 verantwortet er als Generalkommissar (zusammen mit Oliver Elser und Anna Scheuermann) den Deutschen Pavillon auf der 15. Internationalen Architekturausstellung La Biennale di Venezia.

Thomas Schmengler,

geb. 1955, leitet seit September 2008 als Bereichsleiter im Geschäftsfeld Immobilien den Bereich An- und Verkauf Immobilien und ist Geschäftsführer der Deka Immobilien GmbH sowie – seit 01.01.2016 – der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) Deka Immobilien Investment GmbH. Der diplomierte Wirtschaftswissenschaftler (Dipl.-Kfm.) war zuletzt Geschäftsführer der KIZ-Gruppe aus Bad Soden-Salmünster (Bau/Planung/Projektentwicklung). Davor arbeitete er ca. 18 Jahre bei Jones Lang LaSalle und verantwortete dort zuletzt als Management Board Mitglied und International Director das Deutschlandgeschäft im Vermietungs- und Investmentbereich. Außerdem war er Leiter der Frankfurter Niederlassung von Jones Lang LaSalle.

Knut Stockhusen,

schloss sein Ingenieurstudium 1999 an der Universität Stuttgart ab und ist seit 2000 für schlaich bergermann partner tätig. Nach erfolgreicher Planung und Ausführung vielfältiger und spezieller Hochbauprojekte und Sportbauten als Projekt- und Teamleiter wurde er 2008 in die Geschäftsführung von sbp berufen und gründete im gleichen Jahr sbp Latin America in Sao Paulo. Seit 2015 ist er Partner und Geschäftsführer bei sbp. Er entwickelt und plant vielseitige und komplexe Projekte auf der ganzen Welt und ist dabei immer bedacht Planungspartner und Auftraggeber auch jenseits des Ingenieurbeitrags bis zur Fertigstellung zu unterstützen. Knut und Team zählen zu den führenden Experten auf dem Gebiet des Spezial- und Leichtbaus mit den Schwerpunkten Stadion Dächer und Fassaden, Sport- und Mehrzweckhallen, bewegliche und verfahrbare Strukturen, sowie besonders weit spannende und hoch hinausragende Hochbauprojekte. Knut ist weltweit als Referent gefragt und wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen für seine Arbeit ausgezeichnet, zuletzt für das neue Stadion Wanda Metropolitano in Madrid.